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Selbstfürsorge: 6 simple Übungen & Tipps für den Alltag

Wusstest Du eigentlich, dass die meisten Herzinfarkte im Urlaub passieren? Wenn man im Alltag permanent unter Stress steht, dann fließt jede Menge Adrenalin durch Dein Blut und Dein Körper ist durchgängig im Abwehr-Modus.

Kommt dann endlich der lang ersehnte Urlaub, in dem man sich mal wieder so richtig entspannt, bricht das System zusammen. Dann kommt die Erkältung durch, die man solange unterdrückt hat oder eben sogar ein Herzinfarkt.

Natürlich muss es nicht immer gleich zum Schlimmsten kommen

Aber sich immer nur um die Arbeit, die Familie oder die Nachbarskatze zu kümmern, ist auf Dauer definitiv nicht gesund. Selbstfürsorge hingegen schon! Außerdem ist ein Mangel an Selbstfürsorge auch häufig ein Zeichen für ein geringes Selbstwertgefühl.

Es zeigt, dass Du Dich selbst nicht als würdig erachtest, Dich selbst zu verwöhnen. In diesem Artikel möchte ich Dich deshalb davon überzeugen, dass Du es absolut verdient hast, Dich MEHR um Dich selbst zu kümmern und Dir so einige effektive Ideen & Tipps mit an die Hand geben, mit denen Du es zukünftig einfacher schaffst, selbst im hektischen Alltag ein paar ruhige Momente der Selbstfürsorge zu erschaffen.

Was ist „gesunder Egoismus“ bzw. Selbstfürsorge?

Sich um andere zu kümmern ist super! Schließlich sind wir Menschen soziale Wesen und es macht uns glücklich, für andere da zu sein. Doch man sollte auch Nächstenliebe im gesunden Maße genießen.

Wir haben nur eine limitierte Ressource an Energie, Aufmerksamkeit, Zeit, Konzentration, die wir jeden Tag zur Verfügung haben. Das bezieht sich vor allem auf die kognitiven Fähigkeiten. Vielleicht können wir alle Menschen auf der Welt lieben, ohne jemals ein emotionales Limit zu erreichen, aber wir können nicht allen Menschen auf der Welt einen Kuchen backen, als Zeichen unserer Liebe.

Selbstfürsorge heißt, seine eigenen kognitiven Grenzen zu kennen und sie in dem Maße einzusetzen, dass man sich nicht täglich völlig verausgabt.

Selbstfürsorge ist nicht gleich Egoismus

Gerade, wenn Du für Deine Mitmenschen da sein möchtest, ist es umso wichtiger, dass Du Dich auch um Dich selbst sorgst! Denn wenn Du Deine Ressourcen zu sehr beanspruchst, kann das auf Deine Gesundheit schlagen. Hörsturz und Burn-Out ahoi.

Ganz krass gesagt: Wenn Du irgendwann mit einem Burn-Out in Kur musst, dann kannst für ganze sechs Wochen nicht mehr für Deine lieben Arbeitskolleg*innen, Deine Familie oder die Schwiegermutter da sein.

Mach stattdessen also lieber rechtzeitig mal eine kleine Pause, um nicht irgendwann mal eine sehr lange Pause nehmen zu müssen. Lade Deine Batterien jeden Tag neu auf, damit Du nicht irgendwann komplett ausbrennst.

Warum Selbstfürsorge so wichtig ist

Eine Pause hier und da, kann Wunder wirken! Und diese kurze Erholung wird sich in all Deinen Lebensbereichen bemerkbar machen. Lass uns jetzt deshalb doch mal die 3 konkreten Gründe dafür ansehen, weshalb Selbstfürsorge so unfassbar wichtig ist und wieso auch Du Selbstfürsorge TÄGLICH praktizieren solltest.

Grund 1: Mehr Selbstwertgefühl & Selbstbewusstsein

Insgeheim denkst Du Dir wahrscheinlich, dass Du Dir keine Zeit für Dich selbst nehmen kannst oder darfst. Andere Menschen in Deinem Leben brauchen Deine Aufmerksamkeit und Liebe mehr. Das heißt im Umkehrschluss, dass Du anderen Menschen mehr Wert zurechnest als Dir selbst.

Aber Du bist ein ebenso wertvoller Mensch. Und Du hast Dir ein wenig Zeit mit Dir selbst absolut verdient! Stehe selbstbewusst für Dich ein und sage Dir: „Ich habe ein Recht auf Selbstfürsorge.“

Oder auch „Ich darf mir eine Auszeit in der Badewanne gönnen, ganz für mich allein.“ Ich bin mir sehr sicher, dass niemand Dir widersprechen wird. Alles, was Du brauchst, ist ein bisschen mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, um Dir selbst etwas Zeit zu gönnen.

Grund 2: Weniger Stress & eine stärkere Gesundheit

Gehst Du an manchen Abenden erst spät ins Bett, weil Du noch eben das Essen für Deine Kinder vorbereitest? Oder Du bleibst länger auf der Arbeit, um noch jemanden zu helfen, ein Projekt fertigzustellen? Das ist wahnsinnig toll von Dir

Auf Dauer kann Deine Selbstaufgabe aber auch Stress bedeuten und im schlimmsten Fall sogar auf Deine Gesundheit schlagen. Pausen und Erholungen sind wichtig, damit Du gesund bleibst. Nimm Dich und Deinen Körper ernst und gönn Dir diese Fürsorge. Lade oft genug Deine Batterien auf.

Wie das genau aussieht, entscheidest Du Tut Dir eine Runde Laufen im Wald richtig gut? Oder möchtest Du mal wieder so richtig faul auf der Couch abhängen und Dir Essen vom Lieferdienst gönnen? Egal was, Hauptsache Du entspannst und verhinderst damit langfristig ein Burn-Out.

Grund 3: Glücklichere Beziehungen & Partnerschaften

Selbstfürsorge wird schnell mit Egoismus verwechselt und deswegen als Gefahr für Beziehungen gesehen. Das Gegenteil ist jedoch in Wahrheit der Fall! Wenn Du Dich um Dich selbst kümmerst, bist Du langfristig gesünder und glücklicher. Welche/r Partner/Partnerin würde sich schon darüber ärgern?

Du kannst mit Deinem Partner / Deiner Partnerin auch abwechselnd Verwöhntage vereinbaren. Jeder Mittwoch könnte zum Beispiel Dein besonderer Tag sein, an dem Du Dir Dein spezielles Verwöhnprogramm wünschen kannst. Soll Dein Partner heute für Dich kochen? Dir eine Massage geben? Zusammen Deine Lieblingssendung anschauen?

Du darfst heute entscheiden, und zwar ohne jegliche Schuldgefühle. Denn Dein Partner kommt nicht zu kurz: Er/Sie hat schließlich seinen eigenen Verwöhntag.

6 konkrete Übungen & Tipps, um Selbstfürsorge im Alltag zu praktizieren

Viele Leute denken, sie hätten keine Zeit für Selbstfürsorge. Selbstfürsorge heißt aber gar nicht, sich einen schönen Strandurlaub zu gönnen oder stundenlang allein einem Hobby nachgehen zu müssen. Wir haben hier fünf Tipps für Dich zusammengestellt, wie Du mehr Selbstfürsorge schnell & einfach in Deinen Alltag bringen kannst, auch wenn Du bisher noch glaubst, nicht genug Zeit dafür zu haben.

1. Selbstfürsorge-Übung: 15-minütiger, erholsamer Spaziergang

Gönn Dir Abstand vom Schreibtisch und vom Haushalt und laufe um den Block oder sogar eine Runde durch den Wald – und zwar allein! Na gut, vielleicht darf der Hund noch mit. Aber ansonsten heißt es einfach mal: In Ruhe spazieren gehen, ohne anderen Leuten zuhören oder sie unterhalten zu müssen.

Das Schöne am allein spazieren ist auch, dass Du so langsam oder so schnell gehen kannst, wie Du magst. Oder mal kurz stehenbleiben, tief einatmen oder eine Blume am Wegesrand pflücken, ohne dass Du Dich erklären musst.

2. Selbstfürsorge-Übung: Das achtsame & bewusste Morgenritual

Dein Morgen ist vermutlich von vielen äußeren Umständen und sogar anderen Menschen beeinflusst. Wann Dein Arbeitgeber Dich gerne am Arbeitsplatz sehen möchte, wann Dein Partner/Deine Partnerin aufsteht, was die Kinder zum Frühstück haben möchten oder wie lange man zum Arbeitsplatz pendeln muss.

Da tut es gut sich mal zu fragen: Was gibt mir Energie, um nicht nur durch den Morgen, sondern auch den restlichen Tag zu kommen? Wie wäre es mit einer kleinen Runde Dehnübungen, um den Körper sanft aufzuwecken & zu aktivieren? Oder gerade einmal 5 Minuten in einem wertvollen Buch zu lesen? Vielleicht magst Du Dir sanfte Jazz-Musik auflegen, während Du Dich in der Dusche auffrischst?

Überlege Dir also einfach ein paar kleine Rituale, die Du in Deinen morgendlichen Ablaufen einfach einbauen kannst, die Dir aber das entspannende Gefühl geben, etwas Gutes für Dich zu tun und gleichzeitig Dir mehr Energie für den bevorstehenden Tag verleihen.

3. Selbstfürsorge-Übung: Musik hören

Musik kann ein wahnsinnig guter Energie- und Entspannungslieferant für sein. Bspw. Entspannter Jazz oder klassische Musik direkt am Morgen, um den Tag gelassen zu starten, Kaffeehaus-Musik am Nachmittag zusammen mit einer schönen Tasse Cappuccino oder Power-Musik beim Work-out.

Das Gute an Musik ist außerdem, dass Du sie nebenbei hören kannst. Dadurch kannst Du den täglichen Arbeitsweg zu einem kleinen Wohlfühlreise machen oder die Zeit im Fitness-Studio ganz für Dich selbst genießen. Leg Dir also Deine persönlichen Playlists an und zögere nicht, sie auch mit anderen Menschen zu hören.

4. Selbstfürsorge-Übung: Die Atemreise oder die Meditation

Wenn wir nicht atmen oder zu flach atmen, kann das sowohl ein Zeichen für Stress sein als auch Stress verstärken. Du kannst den Kreislauf durchbrechen, in dem Du Dir bewusst Zeit nimmst für ein paar Minuten lang Deinem Atem, Deine volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Durch unseren Atem können wir jede Menge Energie tanken und uns wieder auf uns selbst besinnen. Das Gute an diesen Achtsamkeitsübungen ist außerdem, dass sie nicht viel Zeit in Anspruch nehmen müssen. Viele Meditations-Apps haben Programme mit nur 1 – 3 Minuten im Angebot. Soviel zum Thema: „Ich habe keine Zeit für Selbstfürsorge“.

5. Selbstfürsorge-Übung: 15 Minuten der Ruhe & des Nichtstuns

Die Königsdisziplin der Selbstfürsorge: Einfach mal nichts tun & nichts konsumieren. In den belebten Zeiten der modernen Welt klingt das ziemlich verrückt. Aber stell Dir einmal vor, Du wärst ein Philosoph des antiken Griechenlands oder eine feine Dame des mittelalterlichen Königshofs. Dort galt Müßiggang als fester Bestandteil des Alltags.

Auch am Lagerfeuer vor Millionen von Jahren wurde abends unter dem Sternenhimmel ausgeruht und der Tag – egal ob erfolgreich oder nicht – mit einer ausgiebigen Runde Nichtstun besiegelt. Leg Dich also einfach mal aufs Sofa und existiere einfach nur. Ohne zu liken, zu chatten oder zu swipen. Das ist ja heutzutage schon eine echte Leistung für sich!

6. Übung: Dich in Dankbarkeit üben

Was hat Dankbarkeit denn mit Selbstfürsorge zu tun? Tatsächlich ist Dankbarkeit eine richtige Wunderwaffe für Dein Wohlergehen! Dankbarkeit wirkt sich positiv auf Deine Gesundheit aus, Deinen Schlaf, Deine Beziehungen. Außerdem macht Dankbarkeit Dich einfach richtig glücklich.

Probier es doch mal aus. Schreibe Dir drei Dinge auf, für die Du richtig dankbar bist. Das kann das schöne Wetter sein, das leckere Abendessen oder der betörende Duft des Kaffees vor Deiner Nase. Ich wette mit Dir, dass Du nach dieser Dankbarkeitsübung besser fühlst.

Dankbarkeit lässt Dich außerdem daran erinnern, dass Du nicht alles allein machen musst. Bestimmt fallen Dir ein paar Mitmenschen ein, für die Du dankbar bist. Vielleicht hat ein Kollege einen richtigen guten Witz erzählt, der Dich zum Lachen gebracht hat. Oder Deine Kinder werde jeden Tag ein bisschen selbstständiger und Du musst ihnen nicht mehr jedes Brot schmieren. Selbstfürsorge heißt auch, erkennen, dass man nicht alles selbst machen muss.

Selbstfürsorge-Schlusswort: Lerne Dich selbst mehr zu lieben & wertzuschätzen

Nach diesem Artikel findest Du nun hoffentlich keine Ausreden mehr, warum Du gerade keine Zeit für Dich selbst hast. Du hast nun jede Menge Ideen und Anregungen, wie Du ein wenig Selbstfürsorge in Deinen Alltag bringen kannst. Selbst wenn es nur fünf Minuten am Tag sind.

Außerdem weißt Du nun, wie wichtig diese Oasen der Erholung sind. Im schlimmsten Fall kann ein Mangel an Selbstfürsorge sogar zu Krankheit und Burn-Out führen. Letztendlich ist Selbstfürsorge ein klares Zeichen für Selbstliebe & Selbstwertschätzung. Sage Dir also, dass Du es wert bist, umsorgt zu werden. Erinnere Dich daran, dass Du jedes Recht der Welt hast, Dir eine Auszeit zu gönnen.

Fang an, Dich selbst zu lieben und Dich so wertzuschätzen und zu verwöhnen, wie Du auch die anderen Menschen in Deinem Leben verwöhnst. Sei so gut zu Dir selbst, wie gut Du auch zu anderen Menschen bist.

Nutze Dein Potenzial,
Alex Bellon