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Produktiver werden: Die 9 besten Tipps & Gewohnheiten

Produktivität ist das geflügelte Wort der Moderne. Doch vor 100 Jahren war die Steigerung der Produktivität noch ein ganz anderes Problem als heute. Damals ging es vor allem um schnellere, leistungsfähigere Maschinen. Je moderner und effizienter die Maschinen, desto mehr Leistung.

Bei Menschen kann man nicht etwa einfach einen stärkeren Motor einsetzen, um so augenblicklich mehr Ergebnisse zu sehen. Überhaupt dürfen wir nicht wie Mechaniker*innen denken, wenn es um die Steigerung der persönlichen Produktivität geht. Stattdessen liefert uns dabei (wie so oft) die Psychologie wertvolle Einblicke, wie wir produktiver werden können – ohne dabei auszubrennen (Stichwort: Burnout vermeiden).

Wie genau das nun funktionieren soll und welche guten Ideen & Hack es denn so gibt, mit denen sich Deine Produktivität besonders schnell & einfach steigern lässt, möchte ich Dir hier jetzt gerne vorstellen.

Wie Du mehr in kürzerer Zeit schaffst

Der größte Fehler ist, sich mit schierer Selbstdisziplin an seine Grenzen zu puschen und einfach immer mehr, mehr, mehr machen zu wollen. Das geht vielleicht ein paar Tage gut, vielleicht auch mal ein paar Wochen. Aber erstens holt Dich früher oder später die Erschöpfung ein und zweitens arbeitest Du bei dieser Strategie in Wahrheit schon nach kürzester Zeit ineffizienter, wie Studien nachgewiesen haben.

Der Trugschluss liegt also darin, dass Du auf diese Weise lediglich glaubst, Du würdest mehr schaffen und dabei auch noch die Qualität Deines Outputs beibehalten, aber in Wahrheit registrierst Du Deine Fehler bzw. die sinkende Qualität nicht, wenn Du überarbeitet bist.

Was aber ist denn dann der bessere Weg, um produktiver zu werden, ohne dass dabei die Qualität Deiner Arbeit & damit Deiner Ergebnisse darunter leidet? Gewohnheiten sind hier das Schlüsselwort!

Warum Gewohnheiten Dich tatsächlich produktiver machen werden

Bei Gewohnheiten denken wir oft eher an schlechte Gewohnheiten, wie Fernsehen schauen, Kaffee und Bier trinken oder auch an den Fingernägeln kauen. Gewohnheiten sind in Wahrheit aber noch viel mehr und reichen viel tiefer in unser Leben & unsere Psyche, als den meisten überhaupt bewusst bzw. lieb ist. Tatsächlich machen Gewohnheiten den absoluten Großteil unseres täglichen Handelns aus. Auf diese Weise sind unsere Gewohnheiten mindestens so wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger, als unsere Entscheidungen.

Grund 1: Gewohnheiten kosten wenig Energie

Der Grund, warum unser Verhalten zum Großteil von Gewohnheiten bestimmt wird ist folgender: Das Gehirn ist wie ein möglichst energiesparsamer Computer. Alle Aufgaben, die automatisiert werden können, werden auch automatisiert – und das so schnell wie möglich.

Die gute Nachricht: Wir können ins Programm eingreifen und einige Prozesse und Befehle selbst in den Programmablauf schreiben. Wichtig dabei ist, dass Du nicht mit reiner Selbstdisziplin versuchst, jeden Tag aufs Neue gegen die gesetzten Gewohnheiten anzukämpfen.

Also versuche zum Beispiel nicht jeden Tag der Donut-Packung im Büro zu widerstehen. Versuche stattdessen das Programm neu zu schreiben: Immer, wenn Du die Donut-Packung siehst, nimmst Du Dir stattdessen einen Apfel oder ein paar Nüsse. Oder verstecke die Donuts am besten gleich und stelle an die gleiche Stelle eine Schüssel mit gesunden Snacks. (das bezeichnet man in der Psychologie als Verhaltensarchitektur)

Durch diese Herangehensweise nutzt Du die energiesparende Effizienz der Gewohnheiten zu Deinem Vorteil. Wenn Du nämlich ausschließlich nur auf Deine Selbstdisziplin setzt, um produktiver zu werden, dann wirst Du sehr schnell schnell aus der Puste kommen und in alte, unproduktive Muster zurückfallen.

Grund 2: Kleine Gewohnheiten sind wichtiger, als große Vorsätze

Ein Baumsetzling wächst jeden Tag. Du siehst das Wachstum mit dem bloßen Auge kaum. Auch wenn ein Setzling langsam wächst, wächst er beständig. Und diese Beständigkeit ist, was ihn zu einem prachtvollen & starken Baum heranwachsen lässt.

Anstatt Dir also metaphorisch gesprochen vorzunehmen, über Nacht ein starker Baum zu werden, solltest Du Dir lieber vornehmen, jeden Tag ein wenig zu wachsen. Sicherlich wird Dich diese Langsamkeit von Zeit zu Zeit frustrieren, weil unsere heutige Leistungsgesellschaft uns immer zu versucht auf sofortige Erfolge & große Sprünge zu programmieren, aber erinnere Dich dabei selbst immer wieder daran, dass es wichtig ist, dem Prozess zu vertrauen und ihm auch die Zeit zu geben, die es für den Aufbau von neuen, produktiveren Gewohnheiten nun mal braucht.

9 Gewohnheiten, die Dich produktiver machen

Aber wie bzw. wodurch genau wirst Du nun produktiver, fragst Du Dich jetzt wahrscheinlich. Mit Hilfe der folgenden 9 Produktivitäts-Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten werden Dich in Deinem täglichen Wachstum unterstützen und Dich langfristig produktiver machen, ohne dass Du Dich dabei kurzfristig so verausgaben musst, dass Du vollkommen ausbrennst. Denn merke Dir: Gesunde, langfristige Produktivität ist kein Sprint, sondern viel mehr ein Marathon.

Gewohnheit 1: Eine produktive Morgenroutine entwickeln

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Morgen. Dabei gibt es kein vorgegebenes Rezept. Vielmehr geht es darum, was Du persönlich brauchst, damit Du morgens entspannt, motiviert und aufnahmefähig ist und damit Deine Produktivität für den Rest des Tages steigerst.

Dennoch kann man sagen, dass bspw. Sport treiben, Meditation, Journaling und Lesen für einen besonders produktiven Start in den Tag sorgen können. Morgen schon Zeit am Handy oder dem Laptop zu verbringen ist eher kontraproduktiv.

Gewohnheit 2: Aufgaben bündeln (Batching)

Das Märchen vom Multitasking erzählt uns ja die Geschichte vom produktiven Manager, der/die alle Dinge gleichzeitig macht und deswegen so viel mehr schafft, als andere. In der Realität ist Multitasking aber totaler Quatsch bzw. sogar kontraproduktiv. Tatsächlich haben bereits zahlreiche Studien nachgewiesen, dass wir Menschen nicht besonders gut bzw. produktiv sind, wenn wir Multitasking betreiben und zwischen Aufgaben hin und her wechseln, bei denen kein struktureller Zusammenhang bzw. eine Ähnlichkeit besteht.

Unser Gehirn kann sich zwar verhältnismäßig schnell in eine neue Aufgabe hineindenken, jeder solche Wechsel der Aufmerksamkeit kostet uns jedoch enorm viel Energie und damit dann am Ende des Tages auch Produktivität.

Um produktiver zu werden, ist es deshalb weit aus smarter, Aufgaben, die sich sehr ähnlich sind, in einer sinnvollen Abfolge zu bündeln und eben diese dann möglichst effizient der Reihen nach (in einem Rutsch) abzuarbeiten. Diese Vorgehensweise bezeichnet man auch als Batching.

Ein gutes Beispiel dafür sind E-Mails. Setze Dir zwei oder drei feste Zeitfenster für den Tag fest, an denen Du Deine E-Mails beantwortest. Den Rest der Zeit blockiert Du Benachrichtigungen und Pop-ups von Deinem Mail-Server damit Du nicht von eintrudelnden Nachrichten gestört wirst.

Gewohnheit 3: Nein sagen

Vermutlich weißt Du ganz genau, was Du gerne alles schaffen würdest. Du weißt auch, worauf es dabei ankommt. Du weißt, welche Schritte zum Erfolg Du gehen musst. Aber Du hast irgendwie einfach keine Zeit, weil ständig andere Ding anfallen und Du ständig abgelenkt wirst. Dir fehlt Fokus.

Das magische Zauberwort, um Dich wieder mehr auf Deine Aufgaben konzentrieren zu können, lautet: “Nein!“. Wenn Du nämlich lernst besser/öfters Nein zu den unwichtigen Dingen, Menschen & Aufgaben in Deinem Leben zu sagen, sagst Du damit automatisch auch öfters “Ja” zu dem, was Du tatsächlich erreichen und was Dir im Leben tatsächlich wichtig ist.

Gewohnheit 4: Konzentrationsfördernde Lebensmittel konsumieren

Auch wenn unser Gehirn weit komplizierter ist als jede Maschine, gibt es jedoch eine Parallele: Je besser der Treibstoff, desto besser die Leistung. Du würdest Dein Auto doch auch nicht mit Sonnenblumenöl bedanken, oder?

Achte deshalb bei Deiner Ernährung so gut es geht darauf, Dein Gehirn mit möglichst vielen, guten Nährstoffen zu versorgen, welche nachgewiesenermaßen zu einer erhöhten Konzentration beitragen. Lebensmittel, die in diese Kategorie fallen sind bspw. Nüsse, Leinsamen, grünes Gemüse, Avocado oder Blaubeeren sein.

Gewohnheit 5: Pausen einhalten

Pausen werden gerne mal gestrichen, um angeblich mehr zu schaffen und produktiver zu sein. Doch während bei Maschinen die Gleichung Mehr Zeit = Mehr Leistung aufgeht, ist bei uns Menschen (leider) das Gegenteil der Fall.

Macht man keine Pausen, wir man nachgewiesenermaßen langsamer und macht mehr Fehler, die man dann im Nachhinein wieder ausbügeln muss und so letztlich Effizienz einbüßt, anstatt produktiver zu sein. Zudem leidet auch Deine Kreativität und Dein Denkvermögen unter der pausenlosen Arbeit.

Idealerweise machst Du auch schon Pausen, bevor Du überhaupt Anzeichen von Erschöpfung bemerkst. Auch wenn es sich total überflüssig anfühlt: Mach Pausen zwischendurch. Wenn Du am Ende des Tages denkst, dass Du die Pausen doch gar nicht gebraucht hättest, weil Du überhaupt nicht erschöpft bist, dann hast Du Deine Pausenzeit genau richtig gesetzt.

Gewohnheit 6: Verbinde Dich mit anderen

Das Netzwerken mit anderen Menschen hat gleich zwei Vorteile: Erstens ist es eine Möglichkeit ein wenig Energie zu tanken. Gönn Dir eine Kaffeepause zusammen mit Kolleg*innen und entspann Dich bei ein bisschen Alltagstratsch. Zweitens können Dir andere Menschen bei Deinen Aufgaben helfen.

Vielleicht beißt Du Dir gerade an einer Aufgabe die Zähne aus? Sprich mit Kolleg*innen über Dein Problem. Vielleicht bringen sie Dich auf neue Lösungen oder haben das Problem sogar schon selbst einmal erfolgreich behoben. Werde also produktiver, indem Du Dich auf die Schwarmintelligenz verlässt, anstatt Dich nur auf Deinen eigenen Kopf zu beschränken.

Gewohnheit 7: Selbstreflexion

Gewohnheiten haben den Nachteil, dass sie manchmal nicht den klügsten Weg gehen. Wenn wir etwas schon tausend Mal gemacht haben, fällt es uns schwer einen anderen Weg zu sehen. Dadurch entgehen uns manchmal Lösungswege, die viel effizienter sind.

Deswegen ist es gut, zwischendurch mal einen Schritt zurück zu machen und sich zu fragen „Wie würde ich dieses Problem angehen, wenn ich noch absolut keine Erfahrung hätte? Hier kannst Du Dich auch wieder mit anderen verbinden und vielleicht sogar einen tatsächlichen Neuling an Dein Problem setzen, um neue Herangehensweisen zu finden und so letztlich auf Umwegen produktiver zu werden.

Gewohnheit 8: Meditation

Bei der Meditation schlägst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens machst Du eine Erholungspause (siehe Gewohnheit Nr. 5) und tankst wieder Deinen Energievorrat auf. Zweitens gewinnst Du damit Abstand zu Deiner Arbeit und vielleicht fallen Dir anschließend kreative Ideen ein oder Du findest plötzlich eine viel bessere Lösungen, als die bisherige.

Im Mitgliederbereich von FlowFinder findest Du übrigens auch eine ganze Reihe an tollen Meditationen & Klängen/binauralen Beats, die sich perfekt für einen stillen Moment im turbulenten Alltag eignen und mit denen Du das Meditieren perfekt üben kannst. So holst Du Dir augenblicklich mehr innere Ruhe und Achtsamkeit in Dein Leben – was Dich letztlich produktiver machen wird, weil Du damit auch mehr Energie in Deinem Alltag verspüren wirst.

Gewohnheit 9: Gesunder Schlaf

Jeder produktive Tag beginnt am Abend zuvor! Nämlich mit einer ausreichenden und tiefen Portion Schlaf. Es klingt wie der offensichtlichste Tipp der Welt, aber bekommst Du tatsächlich guten Schlaf und schläfst problemlos ein + durch?

Studien zeigen, dass die exzessive Nutzung des Smartphones, die Zeit des Einschlafens immens verlängert und gleichzeitig die Schlafqualität mindert. Ein Blaulichtfilter ist zwar ein sinnvoller Schritt, um Deinem Körper insbesondere in den Abenstunden nicht dem wachmachenden Licht auszusetzen, aber selbst dann hält Dich Dein Handy noch vom Schlafen ab. Denn das Internet ist nun mal voll von aufregenden Neuigkeiten, seien es gewalttätige Kriegsbilder/Nachrichten oder neiderweckende Party- & Beauty-Bilder.

Gib Deinem Verstand abends ausreichend Zeit, um tatsächlich runterzukommen und sich auf den Schlaf vorzubereiten. Schalt am besten eine Stunde vor Deiner gewünschten Schlafenszeit das Handy und Fernseher aus. Lies stattdessen ein gutes Buch. Wenn es nicht ganz so drastisch sein soll, kannst das Handy auch in den Flugmodus setzen, um Dir damit ein Hörbuch anzuhören.

Im Idealfall schläfst Du außerdem schon so früh, dass Du am nächsten Tag schon VOR Deinem Wecker wachwirst – und auch ohne zu Snoozen aufstehst. Denn das natürliche Wachwerden lässt Dich entspannter in den Tag starten. Und Dein Kopf ist auf diese Weise im optimalen Zustand, um einen neuen, produktiven Tag zu meistern.

Schlusswort: Finde Deine ideale Arbeitsroutine

Eine gute, produktive Gewohnheit ist gut. Viele gute, produktive Gewohnheiten sind aber natürlich noch besser! Und am besten entwickelst Du eine Arbeitsroutine, bei der Du so viele gute, produktive Gewohnheiten wie möglich kombinierst und diese fest verinnerlichst.

Aber dabei bitte bloß nichts überstürzen! Fang mit nur 1, der 9 hier vorgestellten produktiven Gewohnheit an und übe Dich darin, so lange bis sie Dir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Fang erst dann an, die nächste, produktive Gewohnheit in Angriff zu nehmen. Sonst läufst Du Gefahr keine der Gewohnheiten tatsächlich zu einer Gewohnheit zu machen, sondern sie schon sehr bald ohne Umwege ins Land der guten Vorsätze zu schicken.

Noch ein letzter Tipp: Wenn Du erst einmal eine gute Gewohnheit aufgebaut hast, kannst Du am besten die nächste Gewohnheit gleich anhängen. Das nennt man Habit-Stacking.

Wenn Du Dir zum Beispiel angewöhnt hast, nachmittags eine Tasse Tee, statt Kaffee zu trinken, kannst Du Dir, während das Wasser dafür am kochen ist, einen gesunden Apfel zuschneiden oder eine Packung Nüsse zum Essen vorbereiten, die Dein Energielevel & damit Deine Produktivität steigern werden.

Nutze Dein Potenzial,
Alex Bellon