Wir denken durchschnittlich jeden Tag in etwa 65.000 Gedanken. Das ist schon mal ne ganze Menge. Interessant ist aber, dass etwa 95% davon immer dieselben Gedanken sind. Wir denken also zu 95% immer über das nach, über das wir bereits gestern, vorgestern & vor-vorgestern nachgedacht haben.

Aber hier die wirklich interessante & meiner Meinung nach sogar schockierende Tatsache: Bei den allermeisten Menschen, sind 80% dieser Gedanken negativ!

In diesem Artikel möchte ich darüber sprechen, was genau es mit solchen automatisch negativen Gedanken (ANG’s) auf sich hat, was das mit Optimisten & Pessimisten zu tun hat und wo die großen Unterschiede zwischen diesen beiden Weltanschauungen liegen. Zum Ende dieses Artikels sollst du dann eine bewusste Entscheidung für eine dieser beiden Weltanschauungen treffen.
 

Optimismus & Pessimismus gegenübergestellt

Wenn du die Wörter „Optimist“ und „Pessimist“ hörst, musst du möglicherweise ja auch automatisch an die wohl klassischte aller Streitfragen denken, nämlich:

„Ist das Glas nun halb voll, oder doch halb leer?“

Eine Redewendung, die jeder von uns schon mal gehört hat, doch was sich scheinbar so unbedeutend anhören mag, bildet in Wahrheit eines der Fundamente deiner gesamten Weltanschauung und trägt damit zu einem enormen Teil dazu bei, wie du dein gesamtes Leben lebst.

Ob du erfolgreich bist, ob du glücklich bist, ob du viele & erfüllende Beziehungen zu anderen Menschen führst, all diese Dinge werden mit unter von der Tatsache bestimmt, ob du nun ein Pessimist, oder doch ein Optimist bist.

Um dir jetzt ein besseres Verständnis darüber zu geben, warum das so ist, müssen wir uns zunächst einmal ansehen, was denn die gravierendsten Unteschiede zwischen einem Pessimisten und einem Optimisten sind. Optimisten & Pessimisten haben nämlich ganz unterschiedliche Sichtweisen, wenn es dazu kommt Geschehnisse und Ereignisse zu interpetieren & ihnen eine Bedeutung zu geben.

Um dir diese Unterschiede jetzt zu verdeutliche, wollen wir uns doch mal 2 unterschiedliche Szenarien und die dazugehörigen Reaktionen entweder eines klassischen Optimisten, oder eines typischen Pessimisten ansehen.
 

Szenario Nr. 1 – ein positives Szenario:

Stell dir vor, du kommst in die Arbeit und irgendetwas Tolles passiert. Du wirst befördert, du erhältst einen Bonus oder du gewinnst einen neuen Kunden – angenommen du bist selbstständig… Es passiert also irgendein freudiges Ereignis.

Hier die erste Sichtweise dazu:

Naja, schon schön, aber das ist eine einmalige Sache. Ich hab nichts damit zu tun. Hab ich mal ausnahmsweise mal Glück gehabt, oder vielleicht wars sogar bloß ein Zufall. Nochmal passiert mir das so schnell bestimmt wieder nicht.

Und hier die Sichtweise Nr. 2:

Jawohl! Hab ichs mir doch gedacht. Es läuft! Es läuft! Das ist bestimmt nur, weil ich so hart dafür gearbeitet und daran geglaubt hab! Es zahlt sich doch eben alles aus! Daheim läufts super & auch jetzt auch noch hier in der Arbeit. So muss es sein und so bleibts!

Na? Hast du hier schon feststellen können, was davon die Reaktion eines Optimisten und was die eines Pessimisten ist?
 

Szenario Nr. 2 – ein negatives Szenario:

Stell dir vor, du kommst in die Arbeit und etwas Schlechtes passiert: Der Chef macht dich zur Sau, du hast nen morts Streit mit einem Kollegen, du verlierst einen großen Kunden, du wirst entlassen… Irgendeine Scheisse also.

Hier die 2 sehr unterschiedlichen Sichtweisen/Reaktionen dazu.

Sichtweise Nr.1:

Oh Shit. War ja klar, dass so etwas ausgerechnet mal wieder mir passieren muss. Ich bin aber auch ein Idiot! Irgendwie mache ich immer alles falsch. Bestimmt gibt’s bald auch wieder daheim Stress. Ich geh hier echt alleine unter!

Und Sichtweise Nr. 2:

Schon Scheisse, aber sowas passiert nun mal. Was solls! Mich dafür fertig zu machen macht die Sache jetzt auch nicht besser. Sonst läufts ja überall ganz gut. Bald geht’s auch im Job bestimmt wieder bergauf. Das wird schon wieder! Halb so schlimm. Ich krieg das wieder hin.

Ok, ich denke es dürfte offensichtlich sein, was in diesen beiden Szenarien jeweils die Reaktion bzw. Sichtweise eines Optimisten (Sichtweise Nr. 2) und was die eines Pessimisten (Sichtweise Nr. 1) ist.

Wenn du diese beiden sehr unterschiedlichen Sichtweisen, diese unterschiedlichen Weltanschauungen, so gegenübergestellt siehst, in welcher der beiden findest du dich wieder und was glaubst du, so ganz intuitiv, welche davon ist schlauer?
 

Wähle den Optimismus und übe dich darin!

Wenn du dich zwischen diesen beiden Sichtweisen entscheiden müsstest, welche davon würdest du wählen?

Die Sichtweise eines Optimisten, stimmt’s? Logisch! Das ist ja auch die deutlich bessere & klügere Wahl. Übe dich also zukünftig darin die Ereignisse in deinem Leben, egal ob positiv oder negativ, immer aus der Sichtweise eines Optimisten zu sehen.

Das ist unglaublich, unglaubich wichtig, wenn du ein erfülltes Leben führen & ein echter FlowFinder sein möchtest. Deshalb nochmals:

Übe dich zukünftig darin die Dinge, egal ob positiv oder negativ, immer aus der Sichtweise eines Optimisten zu sehen. Übe dich darin Geschehnissen & Ereignissen immer eine optimistische Bedeutung zu geben!

 

Nur du alleine legst die Bedeutung fest

Wie uns eine alte buddhistische Weisheit lehrt, kommen Ereignisse & Geschehnisse von Haus aus immer ohne eine Bedeutung. Erst wenn wir bzw. unser Bewusstsein hinzukommt, erhält ein Ereigniss eine Bedeutung. Wir selbst geben den Dingen also erst eine Bedeutung. Und dabei können stets wir selbst darüber entscheiden, ob wir ihnen eine optimistische oder pessimistische Bedeutung geben!

Wer jetzt also so etwas in die Richtung behauptet: „Man kann sich nicht entscheiden, ob man ein Pessimist oder ein Optimist ist! Das ist eine angeborende Sache, das ist ein Teil der Persönlichkeit, der nicht verändert werden kann…“ der liegt hier ganz einfach falsch und trifft eine sehr, sehr idiotische Entscheidung.
 

Optimismus ist erlernbar

Wie Studien herausgefunden haben, ist Optimismus tatsächlich etwas, das geübt und damit erlernt werden kann! Wie genau kann man aber Optimismus üben? Nun, hier kommen wir auf die 85% negativen Gedanken zurück (die ANG’s), die ich zu Beginn dieses Artikels angesprochen hatte & die der Durchschnittsmensch tagtäglich so denkt.

Um im Leben optimistischer zu werden, geht es im ersten Schritt darum einen höheren Grad an Bewusstheit in sein Leben & seine Denkweise zu bringen. Das ist etwas, von dem wir hier bei FlowFinder öfters mal sprechen und das wir versuchen angehenden FlowFindern klar zu machen.
 

Schärfe dein Bewusstsein

Du musst trainieren dein Bewusstsein so zu schärfen, dass jedes Mal, wenn solche ANG’s auftreten, die ja typisch für die Sichtweise eines Pessimisten sind, dass du dann auf der Stelle diese negativen Gedanken registrierst und den Spies direkt umdrehst. Direkt versuchst optimistisch zu denken!

Was sich jetzt einfach anhören mag, ist in Wahrheit ein anstrengender Prozess, der eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und ganz klar in die Kategorie „Persönlichkeitsentwicklung“ fällt. Es bedarf also harter & disziplinierter Arbeit an der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Denkweise, um ein Optimist zu werden und den Dingen im Leben stets eine positive Bedeutung zu geben.
 

Die 3 großen Unterschiede zwischen Optimisten & Pessimisten

Es gibt 3 Merkmale, in denen sich der Optimist vom Pessimist maßgeblich unterscheidet. Das Wissen über diese 3 Merkmale sollte dir in zukünftigen Situationen dabei helfen dein eigenes Denkmuster besser analysieren zu können und als Konsequenz daraus die richtigen Hebel & Schrauben zu drehen, um eine optimistischere Denkweise aufzubauen.

Diese 3 Merkmale, in denen sich ein Optimist von einem Pessimist unterscheidet, sind:

Dauerhaft, Persönlich & Durchziehend

Der Optimist sieht gut Ereignisse & Situationen stehts als dauerhaft & anhalten an (Merkmal „dauerhaft“). Der Optimist bezieht gute Ereignisse & Situationen stets auf sich und seine Leistung und glaubt nicht, dass solche Dinge Zufall sind (Merkmal „persönlich“). Und ein Optimist sieht in guten Ereignissen & Situationen etwas, das sich durch sein gesamtes Leben zieht (Merkmal „durchziehend“).

Wenn also beispielsweise etwas Gutes in der Arbeit passiert, dann beschränkt der Optimist das nicht nur bloß auf die Arbeit, sondern er empfindet das als etwas generel Gutes, das sein gesamtes Leben durchzieht und es bereichert.

Negative Ereignisse & Situationen sieht ein Optimist umgekehrt als nicht dauerhaft & nicht anhalten an. Er bezieht negative Ereignisse & Situationen nicht automatisch auf sich selbst (heißt nicht, dass er nicht bereit ist Verantwortung zu übernehmen) & er lässt nicht zu, dass dieses eine negative Ereignis sich auf sämtliche andere Lebensbereiche auswirkt.

Beim Pessimisten ist das Ganze genau umgekehrt. Der Pessimist glaubt, wann immer etwas Gutes passiert, dass das nicht von Dauer ist, dass das nicht ihm & seiner eigenen Leistung zu verdanken ist und dass das Gute nur auf diese eine Situation bzw. diesen einen Lebensbereich begrenzt ist.

Negative Ereignisse sieht er hingegen als dauerhaft & anhaltend an, nimmt einen sehr starken perönlichen Bezug dazu und lässt diese Negativität auch auf alle anderen Bereiche seines Lebens auswirken.
 

Sei ein Optimist – kein Pessimist!

Jetzt, wo du kennengelernt hast, was die großen Unterschiede, zwischen einer optimistischen & einer pessimistischen Weltanschauung sind, solltst du dich an dieser Stelle selbst mal ernsthaft fragen, für welche der beiden Weltauffassungen du dich bewusst entscheidest und welche du zukünftig versuchen wirst zu leben?

Möchtest du ein ewig jammernder und vom Leben & den Umständen geplagter Pessimist sein? Oder möchtest du doch lieber ein lebensbejahender, stetig wachsender & zuversichtlicher Optimist sein?

Ich persönlich habe mich für die Sichtweise eines Optimisten entschieden und kann dir diese Entscheidung nur ans Herz legen. Jeder & jede, der/die ein FlowFinder sein möchte, der/die ein erfülltes, erfolgreiches & glückliches Leben leben möchte, muss lernen eine optimistische Sichtweise auf das Leben zu haben.

Wenn du beginnst die guten Dinge in deinem Leben zu feiern und die Missgeschicke & Rückschläge als etwas anzusehen, aus dem du etwas lernen kannst, dann macht das Leben einfach verdammt viel mehr Spaß! Und das ist es doch, worum es geht, oder nicht?
 

Kontrolliere dich, anstatt die Umstände & Ereignisse

Begreife, dass du vielleicht nicht immer die Umstände & Ereignisse kontrollieren kannst, jedoch immer deine Einstellung & deine Reaktionen darauf. Und indem du das tust, kontrollierst du letztendlich dein gesamtes Leben!

Nutze dein Potenzial,
Alex